Q-Bon: Offizieller Blog

Erleichterung der Registrierkassenpflicht

1) Erleichterungen bei Registrierkassenpflicht
Am 21.06.2016 beschloss der Ministerrat eine Lockerung der Registrierkassenpflicht. Konkret ist vorgesehen, eine Ausnahme von der Registrierkassenpflicht für Umsätze außerhalb fester Räumlichkeiten einzuziehen, wenn diese unter 30.000 Euro pro Jahr bleiben.

Das bedeutet, dass Umsätze, die im Freien gemacht werden (etwa bei einem Almbetrieb), nicht mehr mit den Umsätzen des Hauptbetriebes zusammengerechnet werden müssen. Dadurch können Umsätze im Freien bis 30.000 Euro mittels Kassasturz aufgezeichnet werden.
In Zukunft wird die Zusammenarbeit von Wirten und Vereinen simpler. Das Angebot von Gastronomen wird nicht mehr dem Verein zugerechnet. Damit kommt ein Verein in die volle steuerrechtliche Begünstigung.
Auch für kleinere Vereinsfeste kommen Erleichterungen, etwa eine Ausdehnung der Stundengrenze von 48 auf 72 Stunden. Zudem fällt die Registrierkassenpflicht für kleine Vereinskantinen

2) Update: Elektronische Sicherheitseinrichtungen für Registrierkassen
Außerdem soll die Frist für die verpflichtende technische Sicherheitseinrichtung von Registrierkassen von 01.01.2017 auf 01.04.2017 verschoben werden. Eine derartige Anmeldung ist seit dem 1.7.2016 möglich, dabei muss nur die Kassenidentifikationsnummer, die Seriennummer des Signaturzertifikats und der frei wählbare Schlüssel, mit dem der Umsatzzähler codiert wird, übermittelt werden. Als Nutzer der Kostenlosen Registrierkasse wird die Generierung dieses Schlüssels rechtzeitig möglich sein.

3) Kein Beschluss zur Umsatzgrenze
Die ebenfalls diskutierte Anhebung der Umsatzgrenze wurde NICHT beschlossen, es bleibt somit bei der Registrierkassenpflicht ab einem Jahresumsatz von EUR 15.000.
Wenn Sie weitere Fragen zu diesem Punkt haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater.

Was mache ich bei Leistung einer Anzahlung ?

Entscheidend ist der Zeitpunkt der Barzahlung und nicht, wann die Lieferung oder sonstige Leistung erbracht wird. Daher ist beispielsweise eine Anzahlung für eine noch nicht erbrachte Leistung oder eine nachträgliche Barzahlung elektronisch zu erfassen.

Ausnahme im Beherbergungsgewerbe und bei Reiseleistungen:
Die Umsatzversteuerung der Anzahlungen kann unterbleiben, wenn diese im Beherbergungsgewerbe und im Zusammenhang mit Reiseleistungen 35% des zu versteuernden Leistungspreises nicht überschreiten. Betragen die Anzahlungen mehr als 35%, so sind die Anzahlungen zur Gänze zu versteuern (Rz 2607 UStR).

 

Aktuell gehen Sie wie folgt vor :

1.) Wählen Sie das jeweilige Produkt/Dienstleistung aus.
2.) Ändern Sie am Beleg den Preis.
3.) Im Freitext tippen Sie „Anzahlung“ ein (Sie können ebenso auf den Restbetrag hinweisen)
4.) Sie haben auch die Möglichkeit den Belegempfänger festzulegen.

 

Q-Bon_Anzahlung

 

 

 

Mit der Version 1.1, die vorraussichtlich im August 2016 erscheinen wird, wird bei der Belegerstellung ein neues Feld „Anzahlung“ integriert werden.

 

 

 

Erleichterung der Registrierkassenpflicht

Ministerrat beschließt Erleichterungen zur Registrierkassenpflicht

 

Der Ministerrat hat einige Erleichterungen zur Registrierkassenpflicht, vor allem für gemeinnützigen Vereine, für Unternehmen (iZm Umsätzen im Freien) und Landwirtschaft beschlossen.

 

  • Das Inkrafttreten für die verpflichtende technische Sicherheitseinrichtung von Registrierkassen soll von 1.1.2017 auf 1.4.2017 verschoben werden, um den betroffenen Unternehmen ausreichend Zeit für die Umstellung zu verschaffen.
  • Die steuerlichen Begünstigungen für gemeinnützige Vereine und Körperschaften des öffentlichen Rechts (z.B. Feuerwehren) sollen weitgehend vereinheitlicht werden. Vor diesem Hintergrund sollen Feste von Vereinen und Körperschaften öffentlichen Rechts im Ausmaß von bis zu 72 Stunden im Jahr einer steuerlichen Begünstigung unterliegen; so besteht beispielsweise bei derartigen Veranstaltungen keine Registrierkassenpflicht. Bisher konnten gemeinnützige Vereine lediglich Feste im Ausmaß von 48 Stunden steuerlich begünstigt veranstalten.
  • Auch für politische Parteien sollen die gleichen Regelungen wie für Körperschaften öffentlichen Rechts und gemeinnützige Vereine gelten. Dies allerdings mit der Einschränkung, dass eine steuerliche Begünstigung nur für ortsübliche Feste zusteht. Eine derartige Ortsüblichkeit wird dann gegeben sein, wenn der Jahresumsatz eine Grenze von 15.000 € nicht überschreitet und die Überschüsse für gemeinnützige oder parteipolitische Zwecke verwendet werden.
  • Für den Kantinenbetrieb von gemeinnützigen Vereinen (z.B. Fußballverein) soll es künftig keine Registrierkassenpflicht geben, wenn die Kantine an maximal 52 Tage pro Jahr geöffnet hat und ein Umsatz von maximal 30.000 Euro erzielt wird.
  • Erzielen Unternehmen einen Teil ihrer Umsätze außerhalb von festen Räumlichkeiten, sollen diese Umsätze von der Registrierkassenpflicht ausgenommen und eine einfache Lösungsermittlung ermöglicht werden. Dies soll dann der Fall sein, wenn der Jahresumsatz, der auf die außerhalb der festen Räumlichkeiten ausgeübten Tätigkeiten entfällt, 30.000 Euro nicht überschreitet (sogenannte Kalte-Hände Regelung).
  • Für Kreditinstitute soll die Registrierkassenpflicht entfallen, weil diese ohnehin einer strengen staatlichen Aufsicht unterliegen, die eine korrekte Erfassung der Abgabenbemessungsgrundlagen bereits sicherstellt.
  • Keine Registrierkassenpflicht soll es auch für Alm-, Berg-, Schi- und Schutzhütten geben, wenn die Umsätze 30.000 Euro nicht überschreiten.

 

Die Veröffentlichung der Regierungsvorlage wird demnächst erwartet.

Back to top