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Registrierkassenbeleg und Rechnung

Jemand erstellt über eine empfangene Barzahlung für eine Lieferung/sonstige Leistung eine Rechnung iSd § 11 UStG 1994 sowie einen Beleg gemäß § 132a BAO.

Der Beleg nach § 132a BAO ist keine Rechnung iSd § 11 UStG. Es handelt sich bei der Rechnungslegung um einen USt-Prozess, die Belegerteilung ist ein BAO-Prozess. Ein Beleg kann allerdings eine Kleinbetragsrechnung sein, wenn er alle Rechnungsmerkmale enthält. Es besteht daher die Gefahr, dass die Steuerschuld kraft Rechnung entstehen kann, wenn der Beleg alle Rechnungsmerkmale erfüllt. Man muss daher vorsorgen, dass es nicht dazu kommt. Das Finanzamt empfiehlt, dass der Registrierkassenbeleg als „Duplikat“ bezeichnet und ein entsprechender Verweis auf die vorab ausgestellten Rechnung angebracht wird (Begutachtungsentwurf Salzburger Steuerdialog 2016).

Vorbereitende Erstellung von Belegen

Die vorbereitende Erstellung von Belegen ist aus Gründen der Praktikabilität als zulässig, eine Stornierung bereits erstellter aber dann nicht verkaufter Waren hat „zeitnah“ zu erfolgen.

Es ist daher zulässig, wenn eine Pizza ca. 45 min. nach der Bestellung geliefert wird und der Lieferant mit der bereits im Unternehmen ausgedruckten Rechnung kommt (Begutachtungsentwurf Salzburger Steuerdialog 2016).

Durchlaufende Posten

„Durchlaufende Posten“ müssen nicht zwingend in der Registrierkasse erfasst werden, außer wenn sie gemeinsam mit einem Barumsatz auf einem Beleg sind. Die freiwillige Aufzeichnung in der Registrierkasse ist zulässig.

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